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Historische Fotos

45 Jahre Seehafen Rostock

Die Geschichte des Rostocker Hafens beginnt bereits im 12. Jahrhundert. Eine Blüte erlebte er im 16. und 17. Jahrhundert. Auch Ende des 19. Jahrhunderts spielte er im Schiffsverkehr auf der Ostsee eine große Rolle. Danach verpassten Mecklenburg und damit Rostock den Anschluss an einen modernen Seehandel.

Anfang der fünfziger Jahre des 20. Jahrhunderts erwachte Rostocks Hafen zu neuem Leben. Der stark zunehmende DDR-Außenhandel und die genauso schnell wachsende Handelsflotte führten zu dem Beschluss der DDR-Führung, einen leistungsfähigen Seehafen zu bauen. Rund zehn Kilometer vom Stadtzentrum Rostocks entfernt, wurde Petersdorf am Breitling als Standort gewählt. Millionen Mark an Spenden und Hunderttausende unbezahlte Arbeitsstunden, geleistet von Helfern aus dem ganzen Land, beschleunigten den Hafenbau. Nach zweieinhalb Jahren Bauzeit begann am 30. April 1960 der Umschlagbetrieb des neuen Hafens. Am Liegeplatz 31 im Hafenbecken B wurde das MS Schwerin entladen.

Die Umschlaganforderungen des DDR-Außenhandels ließen Anlagen, Ausrüstungen und Belegschaft in hohem Tempo wachsen. Zwischen 1960 bis 1970 steigerte sich der Güterumschlag von einer Million auf 10 Millionen Tonnen pro Jahr. Bis zum 10. Hafengeburtstag waren 16.000 Schiffe mit 50 Millionen Tonnen Ladung abgefertigt worden.

1968 begann nach vielen Startproblemen der Containerverkehr. Ein Jahr später ging eine Rohöl-Pipeline nach Schwedt/Oder in Betrieb. Außerdem entstand eine Umschlaganlage für Erz und Kohle. Mitte der siebziger Jahre wurden ein Liegeplatz für Containerschiffe und ein weiterer für Roll-on/Roll-off-Frachter gebaut. In der zweiten Hälfte der siebziger Jahre begann der Umschlag von Getreide mittels schwimmender Fördergeräte. Der Ölhafen wurde modernisiert und die Hafenzufahrt auf 13 Meter vertieft.

Der Umschlag stieg zwischen 1975 und 1980 von 12 auf 15 Millionen Tonnen jährlich an, aber der Außenhandel forderte für 1985 eine Umschlagsleistung von 20 Millionen Tonnen. Es war eine Situation wie vor dem Bau des Überseehafens entstanden: mit den vorhandenen Anlagen war eine derartige Umschlagmenge nicht zu schaffen. Deshalb wurde der Hafen bis Mitte der achtziger Jahre großzügig erweitert.

Im Osten wurde 1982 ein neuer Getreidehafen eingeweiht. Drei Jahre später ging der neue Düngemittelexport-Kai in Betrieb. Am Südende des Warnowkais entstand ein großes Areal, ausgerüstet speziell für den Container- und Ro/Ro-Umschlag. Der Warnowkai wurde durch Aufschüttung um über 1000 Meter nach Norden verlängert und als Spezialanlage für den massenhaften Import sowjetischer Metalle, aber auch für Metall- und Fahrzeugexporte (Lkw) genutzt. In dieser Zeit entstand auch eine Spezialanlage für das Löschen von Chemikalientankern (Werkshafen des Düngemittelwerks Rostock).

Parallel zu den Hafenanlagen wurde auch der Hafenbahnhof ständig erweitert, weil von Beginn an über 90 Prozent aller Trockengüter per Schiene an- bzw. abtransportiert wurden. 1985/86 erfolgte der Anschluss der 220 Kilometer Gleise des Hafenbahnhofs an das elektrische Schienennetz der Deutschen Reichsbahn. Im gleichen Jahr wurde an der Warnowpier der erste Container-Brückenkran installiert, 1987 folgte ein zweiter. Der Container- und Ro/Ro-Verkehr nahm einen immer größeren Umfang an:

Umschlag 1985 (Millionen Tonnen)



Umschlag 1985 (Millionen Tonnen)
Flüssiggüter: 3,1
Schüttgüter: 9,5
   davon Getreide und Futtermittel: 2,4
   Apatit: 0,9
   Eisenerz: 2,8
Stückgüter: 7,0
   davon Container: 0,96
   Ro/Ro: 0,96
Gesamt: 19,6


 

Ende der achtziger Jahre verfügte Rostocks Hafen über 36 Schiffsliegeplätze. Schwerpunkt der Arbeit war die Abfertigung von 25 Schiffsliniendiensten, die meisten davon nach Übersee. Über 40 Prozent des Rostocker Umschlags erfolgten im Warenaustausch mit der Sowjetunion.

Je schlechter die wirtschaftliche Lage der DDR wurde, desto besser lief es in ihrem größten Hafen. Mit steigenden Exporten sollte die marode Wirtschaft am Leben gehalten werden. 1989 wurde mit 20,7 Millionen Tonnen das höchste Ergebnis seit 1960 erreicht.

Der 30. April 1990 war ein Wendepunkt in der dreißigjährigen Hafengeschichte: bei der Treuhandanstalt wurde an diesem Tag der Antrag gestellt, den Volkseigenen Betrieb in eine Aktiengesellschaft umzuwandeln. Der Umschlag begann auf Grund der katastrophalen Lage der DDR-Wirtschaft zu sinken. Die Währungsunion im Sommer 1990 verschärfte die Situation dramatisch. Von 1989 bis 1991 sank der Umschlag von fast 21 Millionen Tonnen auf acht Millionen Tonnen.

Die Überseeverkehre waren in die Nordseehäfen abgewandert, Trampverkehre wurden eingestellt. Im August 1990 waren von den 5000 Beschäftigten 3800 in Kurzarbeit. Aber es kam Hoffnung auf: bis Ende 1990 hatten sich etwa 60 Betriebe im Hafen angesiedelt. Im Herbst 1990 startete der Fährverkehr Rostock ? Gedser (Dänemark). Ein Jahr später wurde die Route Rostock ? Trelleborg (Schweden) eröffnet. Beide Linien zeigten schon nach kurzer Zeit, wie gut der neue Standort angenommen wurde.

Der Pier I wandelte sein Gesicht. Auf dem ehemaligen Metallterminal entstand 1993 in rasantem Tempo der erste moderne Fähranleger. Rostock war auf dem Weg von einem Hafen mit Fährverkehr zu einem Ostsee-Fährhafen. Im Sommer 1994 war der zweite Fähranleger betriebsbereit. Die zweite Schweden-Linie startete. 3,3 Millionen Tonnen Fährgüter standen 1994 zu Buche. Das war der Durchbruch zu einem Fährstandort.

Am Südrand des Hafens entstand das 500-MW-Steinkohlekraftwerk. Der Getreidehafen änderte sein Profil. Mehrere große Getreidehändler siedelten sich an, schafften große Silokapazitäten.

Am Getreidehafen begann Malteurop, eine der größten Mälzereien Europas, mit der Produktion. Aus der ehemaligen Importanlage wurde ein leistungsfähiges Terminal für Im- und Exporte. Neue Anlagen für den Export von Zucker und den Import von Zement gingen in Betrieb.

1995 begannen die Arbeiten zur Verbreiterung und Vertiefung der Hafenzufahrt auf 120 bzw. 14,5 Meter.

Mit enormen Investitionen der Chemieindustrie, unterstützt von der Hafen-Verwaltungsgesellschaft, wurde in der zweiten Hälfte der neunziger Jahre die Kapazität des Ölhafens enorm erweitert. 1996/97 war der Umschlag auf 19 Millionen Tonnen gestiegen. Die Gutarten-Palette hatte sich völlig verändert.

Der Fährverkehr hatte bereits einen Anteil von mehr als einem Drittel, Massenschüttgüter folgten mit 30 Prozent, flüssige Waren mit 20 Prozent. Konventionelle Stückgüter kamen nur noch auf 10 Prozent.

Steigende Gütermengen, größere Schiffe und mehr Abfahrten im Fährverkehr, ein schneller Anstieg der Transporte des kombinierten Ladungsverkehrs prägten das Hafengeschehen. Acht Jahre nach Beginn des Fährverkehrs hatte er bereits einen Anteil von 42 Prozent am Gesamtumschlag.

1999 war für Rostocks Hafenentwicklung ein wichtiges Jahr. Im August wurde der neue Seekanal eingeweiht. Schiffe bis 250 Meter Länge, 40 Meter Breite und 13,10 Meter Tiefgang können seitdem Rostock, den einzigen Tiefwasserhafen an der Ostseeküste, anlaufen.

Ein Jahr später wurde auch der Pier I Ost zum Fährterminal. Es entstanden 60.000 Quadratmeter Terminalfläche, so dass seitdem insgesamt 200.000 Quadratmeter für die Abfertigung des Fährverkehrs genutzt werden können.

An den neuen Fähranlagen nahm die griechische Reederei Superfast Ferries im Frühjahr 2001 den Liniendienst nach Hanko in Finnland auf. Schon im dritten Jahr wurden auf dieser Route fast 1,4 Millionen Tonnen Güter befördert.

Das 40. Jahr seines Bestehens feierte der Hafen Rostock mit einem Rekordergebnis im Umschlag: 22,2 Millionen Tonnen waren gelöscht oder geladen worden. 12,2 Millionen Tonnen davon entfielen auf den Fähr- und Ro/Ro-Verkehr (57 Prozent des Gesamtumschlags). Spitzenreiter im Ro/Ro-Verkehr war zu diesem Zeitpunkt der Import von Papier ? und er ist es noch heute. 2003 wurden erstmals mehr als 500.000 Tonnen importiert.

Im gleichen Jahr investierte die Hafen-Entwicklungsgesellschaft mehr als 20 Millionen Euro in den Ausbau des Pier III Nord zu einem maritimen Gewerbegebiet, auf dem im September 2003 der erste Spatenstich für den Bau eines Werkes der Firma Liebherr vollzogen wurde.

Vier Wochen später wurde die Landbrücke Rotterdam ? Rostock eröffnet, mit der Rostocks Hafen per Kombiverkehr-Shuttle via Duisburg mit dem größten Hafen Europas, Rotterdam, verbunden wurde.