Daten und Fakten zum Seehafen Rostock

In der Hafenstadt Rostock wurden im vergangenen Jahr 28,8 Millionen Tonnen Güter umgeschlagen. Das waren 200.000 Tonnen bzw. knapp ein Prozent mehr als im Jahr 2016. Damit wurde das höchste Umschlagergebnis in der Geschichte des Rostocker Hafens erzielt. Allein im Überseehafen Rostock gingen 26,9 Millionen Tonnen Fracht über die Kaikanten. Weitere 1,9 Millionen Tonnen wurden laut Hafen- und Seemannsamt Rostock im Fracht- und Fischereihafen, Chemiehafen und anderen Hafenanlagen der Hansestadt bewegt.

 

Überseehafen Rostock

Mit 26,9 Millionen Brutto-Tonnen umgeschlagener Güter im Jahr 2017 erzielten die Unternehmen des Rostocker Überseehafens nach 2016 mit 26,8 Millionen Tonnen erneut ein sehr hohes Umschlagergebnis. Es ist das zweitbeste Umschlagergebnis in der fast 60jährigen Geschichte des Universalhafens. Nur im Jahr 2008 gingen mit 27,2 Millionen Tonnen noch mehr Güter über die Kaikanten. 

Trotz einer Vielzahl von Herausforderungen und einem starken Wettbewerbsumfeld konnten die überaus guten Umschlagergebnisse der Vorjahre wiederholt und sogar ein kleines Plus erzielt werden. Dies ist umso bemerkenswerter, da Verluste in sehr tonnenintensiven Umschlagsegmenten durch das Wachstum im Fähr- und RoRo-Verkehr mehr als aufgefangen werden konnten.

Insgesamt verzeichnete der Überseehafen Rostock 7.752 Anläufe von Fähr- und RoRo-, Tank-, Fracht- und Kreuzfahrtschiffen im vergangenen Jahr, davon allein 5.874 Anläufe von Fähr- und RoRo-Schiffen.

Um die Akzeptanz des Hafens auch über seine Grenzen hinaus, vor allem bei den Bewohnern der Hansestadt und der Nachbargemeinden zu erhöhen, verfolgt die ROSTOCK PORT GmbH fokussierte Initiativen zur Flächenrenaturierung sowie im Kultursponsoring. Die Umschlagergebnisse 2017 verdeutlichen die Wertigkeit und Wettbewerbsfähigkeit des Rostocker Hafens für die Hansestadt, Mecklenburg-Vorpommern und Deutschland in einem schwierigen Marktumfeld.

Rollender Güterverkehr legt erneut zu

Wieder einmal erwies sich der Fähr- und RoRo-Verkehr als Wachstumstreiber im Rostocker Hafengeschäft.

Bei der rollenden Ladung zog der Umschlag erneut an. Insgesamt stieg die Menge um 630.000 Tonnen auf 16,6 Millionen Tonnen (+ 4 Prozent zum Vorjahr). Der Anteil rollender Fracht am Gesamtumschlag des Seehafens Rostock betrug damit im vergangenen Jahr 62 Prozent.

Wachstumsmotor Kombinierter Ladungsverkehr

Das leistungsstarke Umschlagterminal für Schienen-, Straßen- und Schiffsgüter wurde bis März 2014 auf einer Fläche von rund 30.000 Quadratmetern ausgebaut und erstreckt sich auf etwa 70.000 Quadratmetern.

Insgesamt fünf Gleise werden durch zwei neue, kurventaugliche Portalkräne bedient, jeder mit einem Gewicht von 500 Tonnen, einer Höhe von 35 Meter und einer Spannweite von 76,5 Meter. Der Hafenplatz Rostock ist damit für weitere Mengenentwicklungen bei der rollenden Ladung gerüstet.

Auf dem Terminal für den Kombinierten Ladungsverkehr (KV) konnten 2016 erstmals etwas mehr als zwei Millionen Tonnen Güter bewegt werden.

Massengüter

Der Schüttgutumschlag lag im vergangenen Jahr mit insgesamt sieben Millionen Tonnen sechs Prozent unter dem Niveau des Vorjahres. Insbesondere der Export von Weizen war auf Grund schlechterer Ernteergebnisse rückläufig. Im Vergleich zum Jahr 2016 wurden rund 600.000 Tonnen Weizen weniger verschifft. Einbußen gab es auch beim Umschlag von Zement und KAS (Kalkammonsalpeter). Sehr positiv entwickelte sich der Umschlag von Raps auf 627.000 Tonnen (+ 60 %).