Der Seehafen Rostock 54°/09' Nord, 12°/06' Ost

Rostocks Herz schlägt im Hafen

Geht es dem Hafen gut, geht es Rostock gut

Seit der Besiedelung an den Ufern der Warnow ist Rostock ein Ort des Handels und des Warenaustauschs mit den Regionen rund um die Ostsee. Die Blütezeiten der Stadt fielen zusammen mit den Hochzeiten der Schifffahrt. Vom Wohlstand der Bürger in der Hansezeit zeugen jahrhundertealte Kirchen, Giebelhäuser und Speicher. Ohne Hafen hätte es diese Entwicklung nicht gegeben. Dieser Mitverantwortung für den Wohlstand der Stadt und ihrer Bürger will die Hafenwirtschaft auch weiterhin gerecht werden.

Namen und Begriffe – von „Bootsbauerweg“, „Hansestadt“, „Hansaviertel“ oder „F.C. Hansa Rostock“ über „Lastadie“ und „Segelmacherweg“ bis „Zur Kogge“ – machen das schifffahrts- und hafenbezogene Selbstverständnis der Rostocker deutlich.

Mit dem Bau des Überseehafens in den späten 1950er Jahren erfolgte bis in die 1990er Jahre eine Verlagerung des Güterumschlags aus dem Stadthafen und Warnemünde. Dicht besiedelte  Stadtteile wurden dadurch von den nicht vermeidbaren Auswirkungen des Hafengeschehens entlastet. Innenstadtnahe Uferbereiche wie der Stadthafen konnten so für attraktive Wohn- und Erlebnisräume am Wasser freigegeben werden.

Der Hafen heute

Rostock ist der einzige deutsche Tiefwasser- und Universalhafen an der Ostsee. Der Fähr- und RoRo-Verkehr mit circa 120 Abfahrten pro Woche und der Umschlag von Stück-, Schütt- und Flüssiggütern stellen belastbare Standbeine für eine dauerhaft positive Entwicklung des Seehafens dar.

Nach dem tiefen Einschnitt in den Jahren nach der deutschen Vereinigung ist die Umstrukturierung vom Heimathafen der weltweit operierenden DSR zu einem vorrangig den Ostsee-raum bedienenden Hafenstandort gelungen. Auch die Wirtschaftskrise um das Jahr 2009 konnte trotz eines Mengeneinbruchs den generellen Wachstumstrend nicht brechen.

Die europaweite Bedeutung des Rostocker Hafens wird durch seine Integration in das vorrangige Transeuropäische Verkehrs-netz („Kernnetz“) unterstrichen. Der Hafen bietet den Bürgern und der regionalen Wirtschaft kurze und häufige Verbindungen in die Zentren im Ostseeraum sowie in Mittel- und Südosteuropa. Er ist für viele Gäste Ausgangspunkt für die Entdeckung der Tourismusgebiete Mecklenburg-Vorpommerns. Für mehr als zwei Millionen Seereisende jährlich ist der Rostocker Hafen Start und Ziel.

Logistik und Industrie binden Umschlagmengen an den Standort und schaffen attraktive Arbeitsplätze.

Die Rostocker Hafenwirtschaft steht derzeit  für ca. 16.000 Arbeitsplätze (direkt und indirekt)  und ein hohes Steueraufkommen. Damit trägt der Hafen der Hansestadt dazu bei, die benötigten finanziellen Freiräume für kommunale Aufgaben wie Theater, Kindergärten, Generationenhäuser, Sportanlagen und neue Gehwege für Rostock zu schaffen.

Die Hafen-Entwicklungsgesellschaft bietet neben dem Flyer "Rostocks Herz schlägt im Hafen" noch weiteres Print-Material an. Dazu klicken Sie Hier.

Der Hafen Rostock bietet ausgezeichnete nautische Bedingungen

Die geschützte Lage des Hafens an der Mündung des Flusses Warnow in die Ostsee, der nur 3,6 Seemeilen lange und 14,5 Meter tiefe Seekanal ermöglichen eine völlig unkomplizierte Zufahrt. Es gibt keine Schifffahrtshindernisse, Schleusen, Brücken etc. und normalerweise keine Einschränkungen für das Ein- oder Auslaufen bei Nacht.
Grundsätzlich kann der Hafen Schiffe mit einer Länge von 300 Meter, einer Breite von 45 Meter und 13 Meter Tiefgang aufnehmen. Für Schiffe mit mehr als 230 Meter Länge und/oder 36 Meter Breite und/oder 12 Meter Tiefgang ist eine Genehmigung vom Wasser- und Schifffahrtsamt Stralsund einzuholen.

Kompetente Ansprechpartner wie das Hafen- und Seemannsamt Rostock, erfahrene Lotsen und leistungsstarke Schlepper stehen der Schifffahrt rund um die Uhr zur Verfügung. Für Schiffe an 100 Meter Länge oder ab 15 Meter Breite oder einem Tiefgang von mehr als 7,5  Meter besteht im Bereich des Seehafens Lotsenpflicht. Generelle Lotsenpflicht besteht für Tanker (Öl, Chemikalien, Gas).

Weitere Informationen

Wasserstände und Eisverhältnisse

Gezeiten sind nicht vorhanden, aber starke Winde aus südlichen Richtungen können den Wasserstand um bis zu 1,5 Meter senken und Stürme aus nördlichen Richtungen können ihn um bis zu 1,5 Meter erhöhen. Das Fahrwasser wird im Winter so lange wie möglich freigehalten, gefriert aber selten vollständig.

Kailänge und Liegeplätze

Auf über 11 Kilometer Kailänge stehen 47 Schiffsliegeplätze zur Verfügung. Davon sind 25 Spezialliegeplätze für: Fähren (5), RoRo-Schiffe (3), Kohle/ Baustoffe (2), Zement (1), Getreide (3), Düngemittel (1), Schwergut (3), Flüssiggüter (6) und Chemikalien (1).
Mehr dazu in unserem Online-Hafenplan.

Fläche

Mit rund 750 Hektar Fläche ist Rostock einer der größten deutschen Ostseehäfen.
Ausreichend Reserveflächen gestatten es, auf alle Erfordernisse der nationalen und internationalen Wirtschaft flexibel zu reagieren.

Videos aus dem Seehafen Rostock

Logistikstandort MV

Mecklenburg Vorpommern als stetig wachsender Wirtschafts- und Logistikstandort.
11:36 min

Logistics - made in Germany

© Copyright Logistics Alliance Germany; ausführende Agentur: köstersbüro für kommunikation gmbh, Hamburg.
Quelle: www.logistics-alliance-germany-de.de
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Hafenszene MV

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