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Ost-West-Strasse 32
D - 18147 Rostock-Seehafen
Hauptgutarten
Fährgüter
Die Liniendienste im Fährverkehr nach Dänemark, Schweden, Finnland und Lettland werden mit modernen Kombifähren bedient, die im Jahr 2009 2,1 Millionen Passagiere (-300.000) und 10,2 Millionen Tonnen Güter (-25 %)beförderten.
Das Fährterminal verfügt über ein 200.000 Quadratmeter großes Areal mit vier Anlegern, von denen zwei für die Abfertigung von Eisenbahnwaggons ausgerüstet sind. Damit verfügt Rostock über alle Voraussetzungen, seine gute Position als Knotenpunkt für den Fährverkehr in der Ostsee auszubauen.
RoRo-Güter
Der Umschlag von RoRo-Gütern betrug im vergangenen Jahr 1,5 Millionen Tonnen (-34 %) und wird stark durch den Import von Papier aus Finnland geprägt. Mit 337.500 Tonnen trug der Umschlag von Papier mit rund 22 Prozent zum RoRo-Ergebnis bei.
Grundlage ist das Logistikkonzept der Rostocker UPM-Niederlassung sowie die hohe Umschlagqualität der Papier-, Lager- und Umschlaggesellschaft (PLU).
UPM Kymmene Rostock importiert Papier aus Finnland und exportiert Teilmengen in die USA und nach England
Mit drei RoRo-Liegeplätzen, unmittelbar neben dem Fährterminal gelegen, bietet der Hafen sowohl für die Linien- als auch für die Trampschifffahrt beste Abfertigungsbedingungen.
Kombinierter Ladungsverkehr
Auf dem KV-Terminal werden wöchentlich 25 Ganzzüge abgefertigt.
Die Frequenz von und nach Hamburg/Duisburg erhöhte sich von drei auf sechs Ganzzüge pro Woche. Von und nach Verona fahren zwölf und von und nach Basel fünf Ganzzüge wöchentlich. Seit Juni 2008 verkehren zweimal wöchentlich Kombizüge zwischen dem Hafen Rostock und Wels in Österreich.
Im Jahr 2009 wurden 63.442 Ladeeinheiten mit einer Gesamttonnage von 1,3 Millionen Tonnen über das Rostocker Hafenterminal für Kombinierten Ladungsverkehr be- und entladen. Damit wurden 8 Prozent weniger Einheiten umgeschlagen als noch im Jahr zuvor.
Schüttgüter
Neben dem Umschlag von Kohle gehören vor allem Baustoffe, Düngemittel und Getreide zu den bedeutendsten Schüttgütern im Rostocker Hafen.
Bei den Schüttgütern wurde 2009 ein Jahresergebnis von 5,4 Millionen Tonnen erzielt, was einem Minus von 9 Prozent im Vergleich zu 2008 entspricht.
Kohle / Baustoffe
An den Liegeplätzen 23 und 24 können täglich bis zu 20.000 Tonnen Kohle gelöscht werden. Für das Entladen von Seekies, Kalkstein und Splitt (Liegeplatz 22) werden Brückenkrane benutzt. Zentrum ist ein Terminal für 240.000 Tonnen Steinkohle. Über Förderbänder wird sowohl die Versorgung des benachbarten 500-MW-Steinkohlekraftwerkes wie auch der übrigen Abnehmer garantiert.
Am Liegeplatz 21 befinden sich neben einem Kran mit einer Stundenleistung bis zu 700 Tonnen eine Aufbereitungsanlage für Seekies und ein Zement-Terminal. Das Löschen von Zement-Tankern erfolgt umweltfreundlich über eine Pipeline.
Düngemittel
Der Düngemittelkai ist ausgerüstet mit einem Schiffsbelader (Stundenleistung von 1.000 Tonnen), einer Waggonentladestation, Förderbandsystemen und Lagerhallen mit einer Kapazität von 60.000 Tonnen. Hauptumschlagsgut ist Kalkammonsalpeter (KAS), das im nahegelegenen Düngemittelwerk produziert wird.
Getreide
436.000 Tonnen fassende Getreidesilos und Anlagen zur Be- und Entladung von Schiffen, Lkw und Waggons sichern eine fachgerechte Behandlung der Ware und ihren schnellen Umschlag. Für den Export von Getreide stehen zwei Schiffsbelader mit Stundenleistungen bis zu 1.000 Tonnen bereit. Das Löschen der Schiffe erfolgt über zwei Entlader, die bis zu 350 Tonnen pro Stunde leisten. Ein Förderband-Verbundsystem sichert einen reibungslosen Getreideumschlag von den Siloanlagen bis in die Schiffe.
Unmittelbar am Getreidehafen arbeitet eine der modernsten Mälzereien Europas. Ein eigenes Silo mit 10.000 Tonnen Fassungsvermögen und der Verbund mit der Siloanlage des Hafens garantieren eine schnelle Annahme der Braugerste und eine ebenso zügige Auslieferung.
Mit einer Leistung von 1.600 Tonnen verarbeitete Rapssaat pro Tag nahm im August 2006 die größte Ölmühle Deutschlands ihre Produktion auf. Die Investitionskosten betrugen rund 14 Millionen Euro. Zur Ölmühle gehören die Extraktionsanlage, Saatlager, Saataufbereitung, ein Produktlager und eine Serviceabteilung.
Für Schüttgüter stehen im Hafen insgesamt 420.000 Quadratmeter Freilager und 55.000 Quadratmeter gedeckte Lager zur Verfügung.
Stückgüter
Ein Umschlagrückgang von 35 Prozent gab es bei den Stückgütern: 411.000 Tonnen standen Ende 2009 zu Buche. Es wurden weniger Gipskartonplatten und Holz umgeschlagen, was zum einen auf den Einbruch der Bauaktivitäten in den USA und Großbritannien zurückzuführen ist und zum anderen auch auf die Verlagerung des Holzumschlags innerhalb Rostocks.
Zentrum des Umschlags von konventionellem und massenhaftem Stückgut ist der Pier II.
Drei solide Kaihallen von je 360 Meter Länge, die über einen land- und wasserseitigen Gleis- und Straßenanschluss verfügen, werden u.a. für den Umschlag und die Lagerung von Gipskartonplatten, Metallen und Nichteisen-Metallen genutzt. Krananlagen mit einer Tragkraft von bis zu 100 Tonnen sorgen zudem für den schnellen Umschlag von Stückgütern, Windkraftanlagen und Projektladungen.
Insgesamt stehen im Seehafen Rostock 600.000 Quadratmeter Freiflächen sowie 120.000 Quadratmeter gedeckte Lager für Stückgüter zur Verfügung.
Flüssiggüter
Der Ölhafen verfügt über ein Tanklager mit einem Fassungsvermögen von 700.000 Kubikmetern, das für die Lagerung und für den Umschlag von Mineralölen wie Heizöl, Diesel und Ottokraftstoffen vorgesehen ist. Daneben werden auch Erdöl, Flüssigdünger und andere Flüssigprodukte umgeschlagen.
Der Ölhafen bietet Liegeplätze für sechs Tanker bis zu 100.000 tdw, bei einer Umschlagleistung von bis zu 6.000 Tonnen pro Stunde. Der Umschlag erfolgt auch per Kesselwagen, über zwei Pipelines (Schwedt, Böhlen) oder per Tankkraftwagen.
Betreiber ist die Großtanklager Ölhafen Rostock GmbH. Sie ist ein neutraler Dienstleister für alle Mineralölfirmen, die über Rostock umschlagen.
Der Ölhafen ist auch Standort einer Biodieselanlage mit einer Jahreskapazität von 150.000 Tonnen Biodiesel und 18.000 Tonnen Glycerin.
Der Umschlag von Flüssiggütern ging im Jahr 2009 um 14 Prozent auf 4 Millionen Tonnen zurück.









