Investitionen

2005 - 2009

2005 

investierte die Hafen-Entwicklungsgesellschaft 18,5 Millionen Euro in die Infrastruktur des Seehafens. Knapp zwei Drittel des Geldes waren Fördermittel, die von der Hafen-Entwicklungsgesellschaft bei der Europäischen Union, dem Bund und dem Land Mecklenburg-Vorpommern beantragt und eingeworben wurden. Die Co-Finanzierung für alle im Seehafen durchgeführten Bauprojekte wurde und wird von der Hafen-Entwicklungsgesellschaft erbracht.

  

Neben allgemeinen Reparaturkosten für Schiffsliegeplätze und das Straßennetz im Hafen zählten zu den großen Infrastrukturprojekten

  • der Bau des Warnemünde Cruise Center (WCC), das am 1. Mai offiziell eröffnet wurde. In achtmonatiger Bauzeit hat die Hafen-Entwicklungsgesellschaft Rostock die imposante Stahl-Glas-Konstruktion errichtet. Auf über 3.000 Quadratmetern Fläche können nun bis zu 2.500 Personen pro Tag abgefertigt werden.
  • der Ausbau des KV-Terminals,
  • die komplette Erschließung und Baureifmachung einer zehn Hektar großen Fläche des „Maritimen Gewerbegebietes II“,
  • der Neubau der Liegeplätze 1 und 2 im Ölhafen,
  • der Endausbau von Liegeplatz 13 auf Pier III, einem 380 Meter langen und 50 Meter breiten Schwerlastkai.

2006

Am 12. Mai eröffnete die Liebherr MCCtec Rostock GmbH offiziell ihre Produktionsstätte im Rostocker Seehafen. Am selben Tag wurde die erste Erweiterung des Werks bekannt gegeben. Auf einer Fläche von 16.000 Quadratmetern errichtet Liebherr nun eine zusätzliche Halle für ein Bohr- und Fräswerk.

 

30. August: Die Power Oil Rostock GmbH, eine 100prozentige Tochter der Getreide AG, weiht auf einer 53.000 Quadratmeter großen Fläche auf Pier III eine Extraktionsanlage für pflanzliche Öle und Fette. Mit einer Leistung von 1600 Tonnen verarbeitete Rapssaat pro Tag ist die geplante Anlage nach Angaben von Power Oil Rostock die größte Ölmühle in Deutschland. Die Investitionskosten belaufen sich auf rund 14 Millionen Euro. Zur Ölmühle gehören die Extraktionsanlage, Saatlager, Saataufbereitung, Produktlager und Serviceabteilung.

 

Im Herbst 2006 startet die Biodieselanlage des Unternehmens Biopetrol Industries AG im Seehafen mit der Produktion.

 

Die Hafen-Entwicklungsgesellschaft investierte rund 20 Millionen Euro u.a. in folgende Infrastrukturprojekte:

  • 14. Mai 2006, pünktlich zum ersten Anlauf eines Kreuzfahrtschiffs in dieser Saison wird am Liegeplatz P8 im Warnemünder Werftbecken ein zweites Abfertigungsgebäude für Kreuzfahrttouristen in Betrieb genommen. Das gläserne Passagierterminal mit der markanten Zeltdachkonstruktion, das eine Grundfläche von rund 600 Quadratmetern besitzt, diente der Hafen-Entwicklungsgesellschaft Rostock bereits von Mai 2002 bis August 2004 als Empfangshalle für Seereisende. Mit Beginn der Bauarbeiten des im Mai 2005 eröffneten Warnemünde Cruise Center an Liegeplatz P7 wurde es demontiert und eingelagert.
  • von Januar bis Mitte August 2006 wurde der Liegeplatz 60 am Warnowkai zum RoRo-Liegeplatz aus- und die alten Containerbrücken an diesem Standort zurückgebaut.

2007

im Juni Eröffnung des Liegeplatzes 10

Die neue Kaianlage ist als hafenwirtschaftliche Fläche insbesondere für den Umschlag von schweren und sperrigen Stückgütern vorgesehen. Schiffe mit einer Länge von rund 130 Metern und einem Tiefgang von etwa sieben Metern können an Liegeplatz 10 be- und entladen werden. Die neue Kaianlage ist mit einer Kranbahn und einer Umschlagfläche von knapp 5000 Quadratmetern (190 Meter lang und 26 Meter breit) ausgestattet.Der Bau des Liegeplatzes 10 begann im November 2006 und kostete 2,5 Millionen Euro.

 

Am 29. Juni 2007 erfolgt die feierliche Grundsteinlegung für das Großrohrwerk der EEW Special Pipe Constructions GmbH südlich vom Liegeplatz 10 auf einer Fläche von 50.000 Quadratmetern begonnen. Die offizielle Eröffnung des Werks erfolgt ein jahr später, am 29. Juni 2008.  

 

Die Erneuerung der Gleisanlagen im Rostocker Seehafen ist im Dezember abgeschlossen. Rund 34 Millionen Euro investierten Europäische Union, Bund und Deutsche Bahn AG in die Verlegung von 38 Kilometer Gleisen und die Erneuerung von 93 Weichen.

 

2008

Am 21. April wurde der erste Bauabschnitt des neu gebauten Liegeplatzes P8 im Warnemünder Werftbecken in Betrieb genommen. Mit knapp sieben Millionen Euro förderte das Wirtschaftsministerium Mecklenburg-Vorpommern den Neubau. Die Co-Finanzierung von mehr als drei Millionen Euro übernahm die Hafen-Entwicklungsgesellschaft Rostock

 

 

2000 - 2004

2000

Im Jahre 2000 wendete die Seehafen Rostock Verwaltungsgesellschaft zehn Millionen DM für den Ausbau des Fährterminals und die Instandsetzung der Liegeplätze 21 und 22 auf.

 

2001

wurden von der Hafen-Entwicklungsgesellschaft etwa 20 Millionen Euro investiert. Die wichtigsten Projekte waren:

  • Ausbau des Warnow-Fährterminals durch Umbau der ehemaligen Stückgut-Liegeplätze 50-53. Dadurch stehen jetzt insgesamt 200.000 Quadratmeter Terminalfläche zur Verfügung.
  • Doppeldeck-Anleger für die Superfast-Fähre Rostock – Hanko
  • Bau einer Heckseiten-Rampe für die Fähren der Reederei TT-Line
  • Bau einer Zufahrt vom Fährterminal zur Hochstraße/Autobahn

2002

Die Investitionen der Hafen-Entwicklungsgesellschaft betrugen 2002 insgesamt 18 Millionen Euro. Davon wurden für das Fähr- und RoRo-Terminal und die Abfertigungsanlagen des Kombinierten Ladungsverkehrs über 13 Millionen Euro aufgewendet. 

 

2003

Im Jahr 2003 investierte die Hafen-Entwicklungsgesellschaft 30 Millionen Euro für den Ausbau der Hafeninfrastruktur. Dabei entfiel der größte Anteil mit über 20 Millionen Euro auf den Ausbau des Pier III Nord zu einem maritimen Gewerbegebiet. Auf einem 25 Hektar großen Areal werden hier ab Mitte 2005 mobile Hafenkräne der österreichischen Firma Liebherr produziert. 

 

2004 

Im März 2004 eröffnete die Firma Baltic Lloyd einer neue Logistikhalle – das Baltic Sea Terminal. Die 7.600 Quadratmeter große Halle ist insbesondere für den Umschlag und die Lagerung von Papier, RoRo-Ladung und hochwertigen Stückgütern ausgelegt.

 

Im August des gleichen Jahres nimmt die Firma Rostocker Getreide- und Futtermittelhandel GmbH (RoGeFu) am Liegeplatz 13 einen neuen Getreidebelader in Betrieb. Dieser besitzt eine Ladeleistung von bis zu 9.000 Tonnen pro Tag.

1995 - 1999

1995

Im Frühjahr 1995 ging das neue Zuckerterminal in Betrieb, das über eine Lagerkapazität von etwa 50.000 Tonnen verfügt.

 

1996 

Weitere Voraussetzungen zur Leistungssteigerung im Fährverkehr wurden 1996 mit der Konzentration aller Fährlinien auf das Warnow-Fährterminal geschaffen. In den Ausbau dieses Terminals flossen insgesamt 80 Millionen DM.

 

1997

wurden umfangreiche Investitionsmittel für den Ausbau des Ölhafens aufgewendet. Hierzu zählte der Bau des Liegeplatzes 06 für Tanker bis 90.000 Tonnen Tragfähigkeit und ein 120.000 Kubikmeter fassendes Tanklager.

 

1998

Weitere Investitionen im Bereich Ölhafen erfolgten auch 1998. Der größte Posten des Investbudgets war mit 20 Millionen DM die Rekonstruktion der Löschplattform für Tanker und die Erweiterung des Liegeplatzes 03.

 

1999 

Parallel zum Ausbau des Seekanals, an dem die Seehafen Rostock Verwaltungsgesellschaft maßgeblich beteiligt war, erfolgte 1999 eine Anpassung der Tanker- und Bulkcarrier-Liegeplätze an die Großschifffahrt und die Grundinstandsetzung der Kaianlagen im Kohle/Erz-Hafen. Allein auf letztere Maßnahmen entfielen 12 Millionen DM. Insgesamt wurden in diesem Jahr von der Seehafen Rostock Verwaltungsgesellschaft 23 Millionen DM investiert.

1990 - 1994

In den ersten Jahren nach der Wende galt es Voraussetzungen zu schaffen, um Dritten Zugang zu Infrastruktur zu ermöglichen und damit den Standort Rostock Seehafen nachhaltig zu stärken.

 

1992

In den Folgejahren veränderten zahlreiche Investitionen das Profil des Hafens. Im Frühjahr 1992 nahm die Firma Alsen-Breitenburg (heute: Holcim) ein neues Zementterminal in Betrieb. Im gleichen Jahr schaffte das Unternehmen WARICO (heute: UPM Kymmene) mit dem Bau einer 10.000 Quadratmeter großen freitragenden Papierlagerhalle die Voraussetzungen, um mehrere hunderttausend Tonnen finnischer Forstprodukte über Rostock zu importieren und zu verteilen.

 

1993 

Das bis dahin größte Projekt jedoch realisierte das französische Unternehmen Malteurop im Jahre 1993. Es errichtete auf einer 30.000 Quadratmeter großen Fläche eine Mälzerei, die bis zu 120.000 Tonnen Malz herstellen kann.

 

Ein weiterer Meilenstein war die Entstehung eines 500-MW-Steinkohle-Kraftwerks, das von der Kraftwerks- und Netzgesellschaft mbH (KNG) betrieben wird. Es wird über den Hafen jährlich mit mindestens 700.000 Tonnen Kohle versorgt.

 

1994

war das Jahr der größten Investitionstätigkeit nach der Wende. Durch die ehemalige Seehafen Rostock Verwaltungsgesellschaft (heute: Hafen-Entwicklungsgesellschaft) wurden etwa 72 Millionen DM aufgewendet – davon über 60 Millionen DM für die Fähranleger an den Liegeplätzen 64 und 66.

 

Weitere 10 Millionen DM kosteten die Befestigung von Lagerflächen auf dem Hansakai, auf dem die Metallaufbereitung Rostock GmbH ihr neues Schrott-Terminal errichtete und der Bau von Versorgungsanlagen.