Kombinierter Ladungsverkehr

Derzeit verkehren vom Terminal für den Kombinierten Ladungsverkehr (KV) wöchentlich mehr als 30 Kombiverkehrszüge u. a. von und nach Verona, Hamburg, Karlsruhe, Duisburg, Brno, Novara und Wels.

Von Hamburg-Billwerder, mit direktem Anschluss nach HH-Waltershof, werden in hoher Frequenz weitere deutsche Drehscheiben u.a. München, Stuttgart, Köln, Frankfurt am Main, Kornwestheim, Wuppertal und Ulm erreicht. Schnelle Verbindungen in den Ostseeraum bieten die vielen Fähr- und RoRo-Linien des Seehafens Rostock.

So verstärkte die Reederei Finnlines ihren Finnland-Dienst  mit einer neuen Linie nach Hanko. Das RoRo-Schiff Finnmerchant verkehrt zwei Mal wöchentlich zwischen Rostock und Hanko. Die Reederei Swedish Orient Line (SOL) setzt im Finnland-Verkehr mit der Merchant ein weiteres RoRo-Schiff nach Hanko ein und erhöht damit ihre wöchentliche Frequenz auf fünf Abfahrten.

Zudem betreibt der Bahnoperateur Kombiverkehr drei Mal pro Woche eine neue, mit nur acht Stunden Fahrtzeit sehr schnelle Direktverbindung zwischen dem Ruhrgebiet und der Ostseeküste.

Die Anzahl der umgeschlagenen Trailer-Einheiten stieg von 62.324 im Jahr 2014 auf 68.723 im vergangenen Jahr – und damit um zehn Prozent.

Exzellente Bedingungen

Der Seehafen Rostock ist über die Nord-Süd-Autobahn A19 und die West-Ost-Autobahn A20 optimal an das deutsche Autobahnnetz angeschlossen.

Die Nähe des Terminals zu den Fähr- und RoRo-Liegeplätzen ermöglicht kurze Hafendurchlaufzeiten (z.B. Zugankunft 2.45 Uhr, Verladung 6.00 Uhr) und bietet somit eine ideale Voraussetzung zur Optimierung der Logistikkette.

Im Mai 2012 begann die Hafen-Entwicklungsgesellschaft mit dem regionalen Bauunternehmen STRABAG AG das Terminal für den Kombinierten Ladungsverkehr (KV), südlich von Pier I, bei laufendem Betrieb umzubauen. Das neue, leistungsstarke Umschlagterminal für Schienen-, Straßen- und Schiffsgüter wurde bis Februar 2014 auf einer Fläche von rund 30.000 Quadratmetern ausgebaut sein. Das gesamte KV-Terminal erstreckt sich auf etwa 70.000 Quadratmetern.

Neben drei zusätzlichen Gleisanlagen und dem südlichen Kranbahnbalken wurden die gesamten südlichen Umschlagflächen neu gebaut und zwei Portalkrananlagen errichtet.

Landbrücken über Rostock

Über die Verkehrsknotenpunkte Hamburg und Duisburg ist der Hafen Rostock zudem direkt mit Europas größtem Seehafen Rotterdam verbunden.

Rostock gehört damit zum Hinterlandnetzwerk der Nordseehäfen Hamburg und Rotterdam und besitzt somit eine direkte Anbindung an transatlantische Schiffsverkehre.

Güter können in nur 39 Stunden von Rotterdam nach Trelleborg in Südschweden und in 61 Stunden nach Helsinki in Finnland befördert werden.