Kombinierter Ladungsverkehr

Auf dem Terminal für den Kombinierten Ladungsverkehr (KV) konnten 2016 erstmals etwas mehr als zwei Millionen Tonnen Güter bewegt werden. Die Anzahl der umgeschlagenen Trailer-Einheiten stieg von 69.824 im Jahr 2015 auf 76.012 im vergangenen Jahr – und damit um neun Prozent. Das KV-Netz wurde kontinuierlich verdichtet und ausgebaut. Derzeit verkehren vom Terminal für den Kombinierten Ladungsverkehr (KV) wöchentlich mehr als 30 Kombiverkehrszüge u. a. von und nach Verona, Hamburg, Karlsruhe, Duisburg, Brno und Wels.

Von Hamburg-Billwerder, mit direktem Anschluss nach HH-Waltershof, werden in hoher Frequenz weitere deutsche Drehscheiben u.a. München, Stuttgart, Köln, Frankfurt am Main, Kornwestheim, Wuppertal und Ulm erreicht. Schnelle Verbindungen in den Ostseeraum bieten die vielen Fähr- und RoRo-Linien des Seehafens Rostock.

Die Reederei Swedish Orient Line (SOL), die seit September 2012 einen RoRo-Dienst zwischen Rostock und dem finnischen Hanko mit jeweils vier bis fünf Abfahrten pro Woche betrieb, stellte ihren Verkehr zum Jahresende 2016 ein. 

Der Korridor Rostock-Finnland ist in den letzten Jahren entgegen dem Markttrend aber sehr stark gewachsen. Dazu haben beide in Rostock operierenden Finnland-Carrier beigetragen. Der Gütertransport in diesem Korridor wird auf Grund der verkehrsgeographischen Vorteile und infrastrukturellen Anbindung Rostocks weiter wachsen. Beleg dafür sind die angekündigten Kapazitäts- und Frequenzerhöhungen der Reederei Finnlines.

Exzellente Bedingungen

Der Seehafen Rostock ist über die Nord-Süd-Autobahn A19 und die West-Ost-Autobahn A20 optimal an das deutsche Autobahnnetz angeschlossen.

Die Nähe des Terminals zu den Fähr- und RoRo-Liegeplätzen ermöglicht kurze Hafendurchlaufzeiten (z.B. Zugankunft 2.45 Uhr, Verladung 6.00 Uhr) und bietet somit eine ideale Voraussetzung zur Optimierung der Logistikkette.

Im Mai 2012 begann die ROSTOCK PORT GmbH mit dem regionalen Bauunternehmen STRABAG AG das Terminal für den Kombinierten Ladungsverkehr (KV), südlich von Pier I, bei laufendem Betrieb umzubauen. Das neue, leistungsstarke Umschlagterminal für Schienen-, Straßen- und Schiffsgüter wurde bis Februar 2014 auf einer Fläche von rund 30.000 Quadratmetern ausgebaut sein. Das gesamte KV-Terminal erstreckt sich auf etwa 70.000 Quadratmetern.

Neben drei zusätzlichen Gleisanlagen und dem südlichen Kranbahnbalken wurden die gesamten südlichen Umschlagflächen neu gebaut und zwei Portalkrananlagen errichtet.

Landbrücken über Rostock

Über die Verkehrsknotenpunkte Hamburg und Duisburg ist der Hafen Rostock zudem direkt mit Europas größtem Seehafen Rotterdam verbunden.

Rostock gehört damit zum Hinterlandnetzwerk der Nordseehäfen Hamburg und Rotterdam und besitzt somit eine direkte Anbindung an transatlantische Schiffsverkehre.

Güter können in nur 39 Stunden von Rotterdam nach Trelleborg in Südschweden und in 61 Stunden nach Helsinki in Finnland befördert werden.