Kombinierter Ladungsverkehr

Auf dem Terminal für den Kombinierten Ladungsverkehr (KV) konnten 2017 erneut mehr als zwei Millionen Tonnen Güter bewegt werden. Die Anzahl der umgeschlagenen Trailer-Einheiten stieg von 69.824 im Jahr 2015 und 76.012 im Jahr 2016 auf 80.288 Einheiten– und damit um 5,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Das KV-Netz wurde kontinuierlich verdichtet und ausgebaut. Derzeit verkehren wöchentlich 35 Kombiverkehrszüge von und nach Verona (14), Hamburg (5), Karlsruhe (5), Halle/Schkopau (2), Brünn (6), und Wuppertal (3 Mal ab 23. Januar 2018 anstelle der bis dahin verkehrenden Duisburg-Verbindung).

Die Entwicklung im Kombinierten Verkehr verlief im vergangenen Jahr dagegen durchwachsen, insbesondere wegen der Reduzierung der Abfahrten nach Finnland wie auch Qualitätsproblemen im Netz im Hinterland des Hafens Rostock. Die Verlagerung des Novara-Zuges im zweiten Quartal 2017 wie auch die Einstellung des einmal wöchentlich verkehrenden Wels-Zuges zum Jahreswechsel wirkten sich daher dämpfend auf die KV-Mengen aus, während die Verbindungen nach Brünn und Verona Frequenzerhöhungen erfuhren. Alle Partnern arbeiten daran, einzelne Relationen zu verdichten und neue KV-Verbindungen aufzubauen. Mit einem starken Engagement zum Beispiel von Stena Line, Deucon und der Preßnitztalbahn konnte eine neue Ganzzugverbindung für Containertransporte zwischen Rostock und Halle/Schkopau aufgebaut werden konnte, die Rostock mit dem mitteldeutschen Chemiedreieck verbindet. Diesen kooperativen Ansatz zur Entwicklung neuer Logistikkonzepte gilt es auszubauen.

Exzellente Bedingungen

Der Seehafen Rostock ist über die Nord-Süd-Autobahn A19 und die West-Ost-Autobahn A20 optimal an das deutsche Autobahnnetz angeschlossen.

Die Nähe des Terminals zu den Fähr- und RoRo-Liegeplätzen ermöglicht kurze Hafendurchlaufzeiten (z.B. Zugankunft 2.45 Uhr, Verladung 6.00 Uhr) und bietet somit eine ideale Voraussetzung zur Optimierung der Logistikkette.

Im Mai 2012 begann die ROSTOCK PORT GmbH mit dem regionalen Bauunternehmen STRABAG AG das Terminal für den Kombinierten Ladungsverkehr (KV), südlich von Pier I, bei laufendem Betrieb umzubauen. Das neue, leistungsstarke Umschlagterminal für Schienen-, Straßen- und Schiffsgüter wurde bis Februar 2014 auf einer Fläche von rund 30.000 Quadratmetern ausgebaut sein. Das gesamte KV-Terminal erstreckt sich auf etwa 70.000 Quadratmetern.

Neben drei zusätzlichen Gleisanlagen und dem südlichen Kranbahnbalken wurden die gesamten südlichen Umschlagflächen neu gebaut und zwei Portalkrananlagen errichtet.

Landbrücken über Rostock

Über die Verkehrsknotenpunkte Hamburg und Duisburg ist der Hafen Rostock zudem direkt mit Europas größtem Seehafen Rotterdam verbunden.

Rostock gehört damit zum Hinterlandnetzwerk der Nordseehäfen Hamburg und Rotterdam und besitzt somit eine direkte Anbindung an transatlantische Schiffsverkehre.

Güter können in nur 39 Stunden von Rotterdam nach Trelleborg in Südschweden und in 61 Stunden nach Helsinki in Finnland befördert werden.