Dienstag, 27. November 2018

Digitale Abfertigung im Fährhafen – Durch Forschungskooperation zu effizienteren Prozessen im Rostocker Fährhafen

Neues Projekt zur Optimierung der Be- und Entladeprozesse der Scandlines Hybrid-Fähren im Rostocker Fährhafen.

Der Einsatz der Digitalisierung bietet das Potenzial, Abwicklungsprozesse in Häfen effizienter zu gestalten. Dabei spielt der Einsatz intelligenter Planungssysteme eine entscheidende Rolle.

Die erstmalige Anwendung derartiger Planungssysteme im Fährverkehr ist nun die Aufgabe eines neuen Forschungsprojekts eines Rostocker Konsortiums. Im Fokus des Projekts stehen die Be- und Entladeprozesse der neuen Hybrid-Fähren der Scandlines Reederei auf dem Fährterminal der ROSTOCK PORT GmbH. Diese Prozesse sollen durch den Einsatz intelligenter Software zukünftig noch effizienter erfolgen. Im Ergebnis soll eine neuartige Software entstehen, die das Personal im Fährterminal bei den Be- und Entladeprozessen optimal unterstützt. Dadurch profitieren auch die Passagiere der Fähren, die mit kürzeren Hafenliegezeiten und einer reibungsloseren Abwicklung rechnen können. Auch aus Umweltgesichtspunkten ist dies ein Gewinn, da die Fähren aufgrund der kürzeren Hafenliegezeiten auf dem Seeweg treibstoffeffizienter fahren können und dennoch den Fahrplan einhalten. Im Ergebnis führt dies zu reduziertem Energieverbrauch und damit reduzierten Emissionen der Fähren.

Koordiniert wird das Konsortium um ROSTOCK PORT und Scandlines durch das Planungs- und Ingenieurbüro Baltic Marine Consult. Bei der Entwicklung des Planungssystems unterstützt das Fraunhofer IGP aus Rostock das Konsortium. Ziel ist es, bekannte methodische Ansätze, wie sie z.B. in der Automobilindustrie zum Einsatz kommen, auf die speziellen Gegebenheiten eines Fährterminals zu adaptieren.

Gefördert wird das Projekt im Rahmen des Forschungsprogramms Innovative Hafentechnologien durch das BMVI (IHATEC). Mit dem Zuschlag des Projekts konnte sich das Rostocker Konsortium erfolgreich im Bundeswettbewerb durchsetzen und somit die Innovationskraft des Standorts Rostock aufzeigen.

Über Scandlines

Scandlines steht als Symbol für eine historische und enge Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Dänemark seit 1872. Unter dem Namen Scandlines werden heute zwei Fährrouten mit hoher Frequenz und Kapazität sowie mit einer grünen Vision für die Zukunft vermarktet.

Das Kerngeschäft sind effiziente und zuverlässige Transportdienstleistungen für sowohl Passagiere als auch für Frachtkunden. Im Fokus steht dabei, Mehrwert für die Kunden an Bord der Fähren sowie in den Scandlines-Shops an Land zu schaffen.

Mit mehr als 42.000 Abfahrten verteilt auf 8 Fähren transportierte Scandlines 2017 insgesamt 7,6 Millionen Passagiere, 1,8 Millionen Pkw und mehr als 650.000 Frachteinheiten sowie 38.000 Busse auf den Routen Puttgarden-Rødby und Rostock-Gedser.

Über ROSTOCK PORT

Das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern und die Hanse- und Universitätsstadt Rostock sind die Eigentümer des Rostocker Hafens. Ihre Interessen werden durch die ROSTOCK PORT GmbH wahrgenommen.

Aufgabe der ROSTOCK PORT GmbH ist es, den größten Hafen des Landes so zu entwickeln, dass er den ständig steigenden Anforderungen der verladenden Wirtschaft und des Tourismus gerecht wird.

Die ROSTOCK PORT GmbH konzentriert ihre Arbeit auf den vorausschauenden Ausbau der Infrastruktur wie auf deren Instandhaltung. Als Eigentümerin von Grund und Boden, der Kaianlagen und Wasserflächen sichert sie in enger Zusammenarbeit mit der Schifffahrt und den vor Ort tätigen Hafenunternehmen, dass Rostock über alle Voraussetzungen verfügt, seine Wettbewerbsposition ständig zu verbessern. Im Auftrag ihrer Eigner verfolgt sie eine aktive Ansiedlungspolitik.