Daten und Fakten zum Seehafen Rostock

Überseehafen Rostock

Im Jahr 2019 sind im Überseehafen Rostock insgesamt 25,7 Millionen Tonnen Güter umgeschlagen worden. Das entspricht einem leichten Zuwachs von 100.000 Tonnen gegenüber dem Vorjahresergebnis. Leichte Rückgänge des Wachstumstreibers Fähr- und RoRo-Verkehr konnten durch gute Ergebnisse in anderen Bereichen ausgeglichen werden.

Einmal mehr zeigt sich die Stärke des Geschäftsmodells des Rostocker Überseehafens als größter Universalhafen an der deutschen Ostseeküste, indem in gesamtwirtschaftlich etwas schwächeren Phasen temporäre Umschlagrückgänge einzelner Gutarten durch Wachstum in anderen Segmenten ausgeglichen werden können.

Insgesamt gab es im Überseehafen Rostock im vergangenen Jahr 7.744 Anläufe von Fähr- und RoRo-, Tank-, Fracht- und Kreuzfahrtschiffen. Davon entfielen 6.181 Anläufe auf Fähr- und RoRo-Schiffe.

Das Investitionsvolumen erreichte mit knapp 40 Millionen Euro im Jahr 2019 ein neues Zehnjahreshoch.

Seekanalvertiefung

Durch die im letzten Jahr erfolgte Auslegung der Planfeststellungsunterlagen für die Seekanalvertiefung Rostocks auf 16,50 Meter wurden die Voraussetzungen für zukünftige Verkehrsströme und Umschlagpotentiale insbesondere im Massengutbereich gelegt. Für mehr als 100 Millionen Euro will der Bund in Rostock die etwa 15 Kilometer lange Hafenzufahrt auf 16,5 Meter vertiefen, damit Schiffe mit einem Tiefgang von bis zu 15 Meter Rostock sicher anlaufen können. Die Vertiefung des Rostocker Seekanals soll im Jahr 2021 beginnen und etwa zweieinhalb Jahre dauern.  

Weitere Rostocker Häfen

Die anderen Rostocker Häfen wie der Fracht- und Fischereihafen sowie der Chemiehafen kamen im Jahr 2019 auf ein Umschlagsergebnis von zusammen 1,5 Millionen Tonnen. Damit wurden in Rostock im vergangenen Jahr insgesamt 27,2 Millionen Tonnen Fracht umgeschlagen.

Leichte Rückgänge im Fähr- und RoRo-Verkehr

Bei der rollenden Ladung, den Fähr- und RoRo-Gütern, ging der Umschlag im Jahr 2019 leicht zurück. Insgesamt nahm die Menge um 700.000 Tonnen auf 16,2 Millionen Tonnen (minus 4 Prozent) ab. Der Anteil rollender Fracht am Gesamtumschlag des Überseehafens Rostock betrug damit 63 Prozent.

Kombinierter Ladungsverkehr mit mit beindruckendem Wachstum

Das leistungsstarke Umschlagterminal für Schienen-, Straßen- und Schiffsgüter wurde bis März 2014 auf einer Fläche von rund 30.000 Quadratmetern ausgebaut und erstreckt sich auf etwa 70.000 Quadratmetern.

Insgesamt fünf Gleise werden durch zwei kurventaugliche Portalkräne bedient, jeder mit einem Gewicht von 500 Tonnen, einer Höhe von 35 Meter und einer Spannweite von 76,5 Meter. Der Hafenplatz Rostock ist damit für weitere Mengenentwicklungen bei der rollenden Ladung gerüstet.

Der Umschlag intermodaler Ladeeinheiten im Kombinierten Ladungsverkehr (KV) stieg im Jahr 2019 auf 87.000 Einheiten und damit um beeindruckende 11,5 Prozent.

Massengüter

Der Schüttgutumschlag lag im Jahr 2019 mit insgesamt 5,9 Millionen Tonnen 2,5 Prozent über dem Niveau des Vorjahres. Im Vergleich zu 2018 wurden hier rund 440.000 Tonnen mehr verschifft.

Mit einem Jahresergebnis von etwa 2,6 Millionen Tonnen (plus 16 Prozent) ist der Getreideumschlag die dominierende Schüttgutart im Überseehafen.

Der Umschlag von Flüssiggütern lag mit 3 Millionen Tonnen etwa 700.000 Tonnen bzw. 30 Prozent über dem Vorjahresniveau.