Mehr als eine halbe Million Kreuzfahrtpassagiere im Ostseebad
Am Dienstag, den 3. November 2026 wird das Kreuzfahrtschiff „AIDAluna“ gegen 8 Uhr am Liegeplatz P7 in Warnemünde festmachen und die diesjährige Hauptsaison der Kreuzschifffahrt in Rostocks Ostseebad beschließen. Kurz vor Jahresende wird mit der „Spirit of Adventure“ der englischen Reederei Saga Cruises am 29. Dezember noch ein weiteres Kreuzfahrtschiff erwartet.
Insgesamt werden im Jahr 2026 rund 563.000 Seereisende (2025: 592.000) bei 157 Schiffsanläufen (2025: 165) von 34 Kreuzfahrtschiffen (2025: 35) an und von Bord gegangen sein. An 125 von 365 Tagen des Jahres 2026 legten Kreuzfahrtschiffe von 20 nationalen und internationalen Reedereien im Warnemünder Hafen an. Damit bestätigt Warnemünde seine Position als einer der wichtigsten Kreuzfahrthäfen Deutschlands und setzt zugleich auf eine Entwicklung, die wirtschaftliche Stärke mit wachsender Umweltverantwortung verbindet.
„Erneut besuchten mehr als eine halbe Million nationale und internationale Kreuzfahrtgäste Warnemünde. Rostocks Ostseebad bleibt neben dem Überseehafen eines der Haupteingangstore für in- und ausländische Seereisende in Deutschland. Diese Stabilität ist das Ergebnis der Zusammenarbeit vieler maritimer und touristischer Unternehmen aus Stadt und Land“, resümiert Dr. Gernot Tesch, Geschäftsführer der ROSTOCK PORT GmbH.
Stabile Basis für die maritime Wirtschaft
Das größte Schiff in dieser Saison war die „Sky Princess“ mit einer Brutto-raumzahl von 145.281, einer Länge von 330 Metern und einer Kapazität von rund 3.700 Passagieren. Bei 92 Anläufen fanden Voll- bzw. Teilreisewechsel statt. Ein wesentlicher Stabilitätsfaktor bleibt die Rostocker Reederei AIDA Cruises: mit „AIDAdiva“, „AIDAluna“ und „AIDAmar“ starteten drei Schiffe 65 Mal vom Basishafen Warnemünde zu Ostsee- bzw. Norwegenkreuzfahrten. Auch „MSC Magnifica“ absolvierte 18 Passagierwechselanläufe in Warnemünde, TUI Cruises legte mit „Mein Schiff 7“ sechs Mal zum Reisewechsel an und die Reederei Vestland Classic mit „Nordstjernen“ drei Mal.
Zu den Höhepunkten der Saison zählten die Erstanläufe von „Evrima“ am 18. Juli, „Scenic Eclipse II“ am 21. August und „Seven Seas Grandeur“ am 23. August 2026. In Zusammenarbeit mit der Tourismuszentrale Rostock und Warnemünde fand am 25. und 26. April eine gut besuchte Port Party am Neuen Strom statt. Vom 9. bis 11. Oktober feierte zudem das Postschiff „Nordstjernen“ seinen 70. Geburtstag in Warnemünde.
Internationale Gäste stärken die Region
In diesem Jahr stellten die Deutschen mit knapp 200.000 Passagieren erneut die größte Anzahl aller Kreuzfahrttouristen, gefolgt von US-Amerikanern, Briten, Kanadiern, Italienern, Spaniern und Gästen aus 140 weiteren Nationen.
Mehr als 121.000 Passagiere aus aller Welt entdeckten als Tagesgäste Warnemünde, Rostock, Mecklenburg-Vorpommern oder Berlin. Weitere 442.000 Seereisende begannen und beendeten ihre Kreuzfahrt als Reisewechselpassagiere im Hafen an der Warnowmündung. Diese Gäste bringen Wertschöpfung in Hotellerie, Gastronomie, Handel, Verkehr und Tourismus und stärken die internationale Sichtbarkeit der Region und des Landes.
Umwelt schonen, Qualität sichern
Ein zentraler Baustein der nachhaltigen Hafenentwicklung ist die wachsende Nutzung umweltfreundlicher Hafeninfrastruktur. In diesem Jahr nutzten 21 Kreuzfahrtschiffe bei 100 Anläufen die direkte Schiffsabwasserentsorgung in das öffentliche Abwassernetz. Insgesamt wurden rund 30.100 Kubikmeter Schiffsabwässer umweltgerecht entsorgt. Zudem bezogen 13 Kreuzfahrtschiffe bei 71 Anläufen Landstrom von insgesamt 2,37 Millionen Kilowattstunden. Mit dem Bezug von Landstrom können Schiffe während der Liegezeit ihre Motoren abschalten, was zu einer Verringerung von Emissionen wie Kohlendioxid und Lärm im Ostseebad beiträgt.
„Nachhaltiges Wachstum bedeutet für uns: verlässliche Qualität für Reedereien und Gäste sowie eine möglichst geringe Belastung für Umwelt und Anwohner. Gemeinsam mit den Reedereien arbeiten wir an einer noch regelmäßigeren und verlässlicheren Nutzung der Landstromanlage. Sie leistet einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der Luftqualität in Warnemünde“, sagt Jens Scharner, Geschäftsführer der ROSTOCK PORT GmbH.
Für die Saison 2027 erwartet ROSTOCK PORT ähnliche Anlauf- und Passagierzahlen wie in diesem Jahr. Damit bleibt Warnemünde ein verlässlicher, international wettbewerbsfähiger Kreuzfahrthafen – mit dem Ziel, wirtschaftlichen Erfolg, Umweltverantwortung und unvergessliche Urlaubserlebnisse weiter zusammenzuführen.
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Weitere Informationen: www.rostock-port.de