DigiHUZ –Digitaler Hafenumweltzwilling
Motivation
Der Seehafen Rostock ist durch eine komplexe und sich stetig verändernde Luftschadstoff- und Lärmsituation geprägt. Sie resultiert aus dem Umschlagbetrieb sowie den Verkehrs-bewegungen auf den Terminals.
Diese Situation kann zu einem Konfliktpotenzial für die angrenzenden Wohngebiete hinsichtlich der betriebsbedingten Geräuschimmissionen und der Beeinflussung der Luftqualität führen. Um Konflikte zu vermeiden, ist eine Berücksichtigung der durch den Hafenbetrieb hervorgerufenen Emissionen sowie den daraus resultierenden Immissionen in angrenzenden Wohngebieten bei der operativen Planung von logistischen Prozessen im Hafen unerlässlich.
Projektziel
Das übergeordnete Ziel besteht darin, die Wirtschaftlichkeit des Hafens aufrecht zu erhalten oder sogar zu erhöhen, während gleichzeitig sichergestellt wird, dass die Grenzwerte für Geräuschimmissionen und Luftqualität eingehalten und die Emission von Treibhausgasen minimiert werden.
Die präzise Erfassung der Emissionen, sowohl hinsichtlich ihrer Qualität als auch ihres Ausmaßes sowie die modellbasierte kontinuierliche Prognose von Immissionen in den angrenzenden Wohngebieten stellen dabei die Basis für die Ableitung von geeigneten Handlungsempfehlungen für die operative Logistikplanung dar.
Lösungsansatz
Für die Einhaltung der bestehenden und zukünftigen Anforderungen des Immissions-schutzes, die an den Betrieb eines Hafens zu stellen sind, kann ein digitaler Zwilling ein geeignetes Tool darstellen. Mit diesem können Abläufe und Prozesse sowie deren komplexe Wechselwirkungen kontinuierlich simuliert und Auswirkungen quantifiziert werden. Änderungen und Eingriffe sowie deren Konsequenzen sind damit synchron zur realen Situation im digitalen Modell testbar. So können optimale Handlungsempfehlungen bestimmt und in die reale Prozesssteuerung zurückgespielt werden.
Ansprechpartner
ROSTOCK PORT
ROSTOCK PORT GmbH
Frau Dr. Madlen Kroh
Strategische Entwicklung