Häfen Rostock und Trelleborg, Stena Line: Eisenbahnfährverkehr unterstützen

Häfen Rostock und Trelleborg, Stena Line: Eisenbahnfährverkehr unterstützen

Im Rahmen eines parlamentarischen Frühstücks in Berlin am heutigen Vormittag stellte die ROSTOCK PORT GmbH gemeinsam mit ihren Partnerunternehmen Hafen Trelleborg und Stena Line die Potentiale der Eisenbahn-Fähr-Kombination über die Route Rostock-Trelleborg vor und warb für Unterstützung des Dienstes.

Komplette Güterzüge auf einer Fähre über die Ostsee fahren, mit direktem Anschluss vom Anleger ans nationale Schienennetz – Diese nachhaltige Transportoption zwischen Rostock und Trelleborg ist mehr als ein Zusatzservice für Frachtkunden. Die Eisenbahnfährroute ergänzt das Schienengütersystem zwischen Schweden und Deutschland um einen zweiten Weg neben der Öresundquerung. Damit sichern die Beteiligten den Verkehr von Güterzügen und schwerer Ladung zwischen beiden Ländern auch dann, wenn die Öresundquerung einmal nicht zur Verfügung steht. Die Eisenbahntrajektion ist aber mehr als nur eine Alternative im Notfall. Sie verkürzt Wege, abhängig vom kontinentalen Hinterland, und weist logistische Vorteile auf - vor allem für besonders schwere Güter wie etwa Stahl.

Vor Gästen aus Bundestag und Ländervertretungen erläuterte ROSTOCK PORT-Geschäftsführer Dr. Gernot Tesch: „Der Dienst erfüllt nicht nur, aber insbesondere in Krisenzeiten eine logistische Kernfunktion, indem er das Verkehrsnetz stärkt und den Austausch absichert. Das wird in Schweden auch politisch erkannt und unterstützt. Unser Anliegen mit dem gemeinsamen Auftritt mit unseren Partnern in Berlin ist es, für ein analoges Engagement auf deutscher Seite zu werben.“

Jens A. Scharner, Geschäftsführer ROSTOCK PORT GmbH ergänzte: „Der Standort Rostock hat eine unverzichtbare sicherheitspolitische Bedeutung. Neben den militärischen Einrichtungen trägt insbesondere die Stabilität der Transportketten über den Hafen zur Resilienz und Versorgungssicherheit bei. Eine enge Zusammenarbeit zwischen Stakeholdern ist die Grundlage für den wirksamen Schutz kritischer Infrastrukturen – deshalb sind wir aktiv im Dialog.“

Der Fährdienst von Stena Line zwischen Rostock und Trelleborg wird mit den beiden größten Eisenbahnfähren der Welt, der MS Skåne und der MF Mecklenburg-Vorpommern betrieben, die jeweils 1.000 Meter Gleise auf den Ladedecks vorhalten. Neben Güterzügen können die Fähren auch Waggons, Intermodalzüge und übergroße und -schwere Ladung transportieren. Stena Line betreibt die Route mit drei täglichen Überfahrten bei einer Überfahrtszeit von etwa sechs Stunden.

Stena Line und die Häfen Trelleborg und Rostock sind Partner im von der EU geförderten Interreg-Projekt „Blue Supply Chains“.

Weitere Informationen: www.rostock-port.de 

PM zum Download: als PDF

Fotos: ROSTOCK PORT (von links nach rechts: Jens A. Scharner, Geschäftsführer ROSTOCK PORT, Katrin Verner, Frachtmanagerin Stena Line, Malin Collin, Hafenchefin Trelleborg, Mikko Juelich, Geschäftsführer Stena Line, Dr. Gernot Tesch, Geschäftsführer ROSTOCK PORT)