Nachhaltigkeit / Natur- und Umweltschutz

Natur- und Umweltschutz

Der Betrieb des Überseehafens ist mit Emissionen verbunden. Die ROSTOCK PORT GmbH arbeitet mit den im Hafen angesiedelten Unternehmen daran, die Emissionen zu minimieren. Durch eine aktive Umweltpolitik soll der Hafenbetrieb für die anliegenden Anwohner und die Ökosysteme verträglich gestaltet werden.

Ausgleichsmaßnahmen für Infrastrukturprojekte

Mit Inkrafttreten des neuen Naturschutzausführungsgesetzes Mecklenburg-Vorpommern wurde auf Grundlage des neuen Bundesnaturschutzgesetztes im Jahr 2010 auch in Mecklenburg-Vorpommern der Weg geebnet, für gesetzlich vorgeschriebene Ausgleichsmaßnahmen bei Eingriffen in die Natur und Landschaft so genannte Ökokonten einzurichten. Damit reagierte der Gesetzgeber auf das sich häufende Problem, dass bei unvermeidbaren Beeinträchtigungen der Natur und des Landschaftsbildes etwa durch Schaffung von Gewerbeflächen oder durch die Gewinnung von Bodenschätzen nicht zeitnah zu den Eingriffen adäquate Ausgleichsmaßnahmen deklariert und umgesetzt werden konnten.

Hier finden Sie zwei unser wichtigsten Ausgleichsmaßnamen und eine Bildergalerie von bereits realisierten Maßnahmen:

ROSTOCK PORT seit Jahresbeginn 2022 CO2-neutral

Beim Hafenbetreiber des Überseehafens Rostock und des Kreuzfahrthafens Warnemünde, der ROSTOCK PORT GmbH, fallen für das Geschäftsjahr 2022 voraussichtlich nicht vermeidbare Kohlendioxidemissionen in Höhe von rund 300 Tonnen an, die durch Emissionsminderungszertifikate bilanziell ausgeglichen werden. Systematisch werden die Kohlendioxidemissionen des Hafenbetreibers erfasst, in einem Nachhaltigkeitsbericht dokumentiert und kontinuierlich reduziert. Entsprechend der international gültigen Standardreihe zur Bilanzierung und Berichterstattung von Treibhausgasemissionen, dem Green House Gas Protocol, konzentriert sich der Hafenbetreiber auf die direkten, von ROSTOCK PORT verursachten, und die indirekten Emissionen, d.h. die bezogene Energie in Form von Strom und Wärme. Nicht bilanziert werden sonstige indirekte Emissionen, die für die Herstellung oder den Transport eingekaufter Güter, die Entsorgung von Abfällen oder aufgrund von Geschäftsreisen entstehen. Bereits in den vergangenen Jahren hat die ROSTOCK PORT GmbH ihren Kohlendioxidausstoß deutlich reduziert: Zwischen 2018 und 2021 hat sich dieser von 2063 Tonnen auf 1124 Tonnen um über 40 Prozent durch Energieeffizienzmaßnahmen wie Gebäudesanierungen, Installation von Photovoltaikanlagen und Umstellung von Beleuchtungen auf LED verringert.

Nicht vermeidbare Kohlendioxidemissionen werden seit Jahresbeginn 2022 mittels Emissionsminderungszertifikaten bilanziell ausgeglichen. Damit arbeitet ROSTOCK PORT CO2-neutral. Der Schwerpunkt der Aktivitäten setzen liegt aud der Reduzierung der Kohlendioxidemissionen. So ROSTOCK PORT seit Jahresbeginn ausschließlich zertifizierten Ökostrom. Weitere Energieeffizienzmaßnahmen werden identifiziert und umgesetzt.

ROSTOCK PORT erwarb dazu in diesem Jahr von einem TÜV-geprüften Anbieter Emissionszertifikate für ein Projekt in Indien (Wasserkraft erzeugt saubere Energie) sowie ein Projekt in Uganda (Sauberes Trinkwasser durch Wasserfilter). Diese Klimaschutzprojekte tragen nicht nur dazu bei, die Kohlendioxidemissionen vor Ort zu reduzieren, sondern entfalten vielfältigen Zusatznutzen für Mensch und Umwelt im Sinne der „17 Ziele für nachhaltige Entwicklung“ der Vereinten Nationen.

Das Unternehmen beteiligt sich in seinem Wirkungsbereich an der Umsetzung des Ziels der Hanse- und Universitätsstadt Rostock, bis 2035 klimaneutral zu sein. Perspektivisch strebt das Unternehmen den Ausgleich nicht vermeidbarer Kohlendioxidemissionen in regionalen Projekten an.

Kreuzfahrttourismus

Der Kreuzfahrttourismus ist ein unverzichtbarer Bestandteil der Tourismuswirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern. Damit sich Mecklenburg-Vorpommern als attraktives Urlaubsland weiterhin erfolgreich um das Wohlergehen der seereisenden Gäste kümmern kann, ist der vorausschauende und nachhaltige Ausbau der Hafeninfrastruktur unabdingbar.

Um die Nachhaltigkeit in diesem Segment  zu stärken aber auch, um die Akzeptanz der Bürgerinnen und Bürger zu erhöhen, setzte und setzt die ROSTOCK PORT GmbH als Betreiberin des Kreuzfahrterminals zusammen mit der Hanse- und Universitätsstadt Rostock und dem Bundesland Mecklenburg-Vorpommern in Rostock verschiedene Projekte um.

Weitere Maßnahmen

LNG (Flüssiggas)

Steigende Anforderungen an die Luftreinhaltung im Schiffs- und Landverkehr haben Planungen zum Bau eines Terminals zum Umschlag von Flüssiggas (LNG) im Hafen Rostock ausgelöst. Auf einem 2,5 Hektar großen Areal auf Pier IV soll ein LNG-Terminal mit einem Tankvolumen von 35.000 m³ Gas, Umschlagtechnik und vier Tankwagen-Beladestationen entstehen. Das angestrebte jährliche Umschlagvolumen beläuft sich auf 250.000 Tonnen Flüssiggas. Die Anlage soll Anfang 2023 in Betrieb gehen.

ROSTOCK PORT ist überzeugt, dass unter anderem durch den Einsatz von alternativen emissionsärmeren Kraftstoffen für die Schifffahrt die Akzeptanz der Bevölkerung in der Hafenstadt Rostock weiter erhöht werden kann.

Aufbau eines Luftmessnetzes

Der Hafen unterstützt darüber hinaus Maßnahmen der Unternehmen zur Reduzierung der Emissionen und plant den Aufbau eines Luftmessnetzes in Warnemünde und im Überseehafen.

Photovoltaikanlage

Im Juli 2014 wurde eine Photovoltaikanlage am Verwaltungsgebäude der ROSTOCK PORT GmbH in Betrieb genommen. Es sind 74 Module auf einer Gesamtfläche von 191,89 m² verbaut worden. Dies entspricht einer installierten Einspeiseleistung der Module von 24,406 kWp. Die Gesamteinspeiseleistung (Wechselrichternennleistung) beträgt 17,08 kW. Seit bestehen wurden 82.200 kWh erzeugt, was einer CO2-Einsparung von ca. 41.200 kg entspricht.

E-Mobilität

Die ROSTOCK PORT GmbH hat derzeit sechs Fahrzeuge mit alternativen Antrieben im Einsatz (LNG, Gas, Hybrid). Die Anschaffung weitere Fahrzeuge sowie der Aufbau von Elektrotankstellen sind in Planung.